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#36 Wie eus inneri Atriiber im Alltag stüüred


Aus meinem Leben

Momentan geht bei mir in meiner inneren Welt wieder unfassbar viel ab. Ich habe viel zu tun, habe ein paar traurige Erlebnisse hinter mir und mit all dem verbunden mache ich mir sehr viele Gedanken. Eines Abends konnte ich nicht einschlafen und habe darüber nachgedacht, was ich morgen alles erledigen sollte. So habe ich diesem inneren Dialog zugehört, was ich noch sollte und müsste und hätte schon längst tun sollen. Ich habe mich dann nach Innen gewendet und mich mit meinem inneren Team verbunden. Dieser Anblick war fast herzzerreissend. In einem dunklen riesigen Raum steht mein grosser Tisch, an welchem sich normalerweise das ganze innere Team versammelt. Alle sind irgendwo seelig am schlafen, nur einzig und allein am Tisch sitzt mein innerer Antreiber. Mit einer kleinen Tischlampe sitzt er vor seiner unfassbar langen Liste mit Aufgaben und rattert diese herunter. Er trägt eine grosse Brille und hat nicht mehr so viele Haare, die meisten sind ihm ausgefallen. Clever kämmt er diese aber über den ganzen Kopf, so dass die Glatze darunter nur noch halbwegs ersichtlich ist. Er scheint verzweifelt und kaut am hinteren Teil des Bleistiftes herum. Sein Kopf in die Hände gestützt, mit glänzender leicht schwitzender Stirn.

Dies hat mich wirklich zum Nachdenken gebracht. Woher kommt dieser innere Antreiber? Was ist seine Absicht und warum kommt er eigentlich nie zur Ruhe?


In meiner Recherche habe ich herausgefunden: Praktisch Niemand ist ohne innere Antreiber. Dieser Anteil in uns zeigt sich als Stimme im Kopf. Besonders in kritischen oder anspruchsvollen Situationen kommt er zum Vorschein.


Herkunft der inneren Antreiber

Wir haben diese inneren Antreiber in unserer Kindheit entwickelt. Durch Ermahnungen und Anweisungen unserer Eltern oder anderen Autoritätspersonen, haben wir gelernt - ohne es zu wissen- wie wir zu sein haben, um geliebt und anerkannt zu werden. Es bilden sich also Erfolgsmuster, oder eben dieser Antreiber in uns. Von diesen Antreiber gibt es 5 verschiedene, die jeweils ein anderes Ziel verfolgen:

  1. Stark sein

  2. Beliebt sein

  3. Perfekt sein

  4. Schnell sein

  5. Und Streng dich an

Beispiele aus der Kindheit

  • Du sollst als Kind aufhören zu weinen. Du erlebst dich erst als “in Ordnung”, wenn du deine Gefühle unterdrückst. Ein “Sei stark!”-Antreiber könnte die Folge sein.

  • Das ständige Augenverdrehen der Eltern verstehst du als Kind so, dass du nervig bist. Du entwickelst daraufhin einen „Sei gefällig“-Antreiber, indem du ohne jeglichen Widerstand alles machst, was die Eltern dir sagen. Fortan bestimmt "mach es allen recht" dein Verhalten.

  • Du bekommst von deinen Eltern nur Aufmerksamkeit, wenn du Leistung erbringst. So hast du Angst in der Schule schlechte Noten zu bekommen und willst alles perfektionieren, um dir eine gute Note zu sichern. Du hast einen Sei perfekt Antreiber entwickelt.

Die inneren Antreiber sind also aus einem positiven Ziel entstanden, doch besonders in kritischen und stressigen Situationen werden sie für uns zur Last. Wir folgen der Motivation des Antreibers, ohne dies zu hinterfragen. Oft ist dies unpassend in der aktuellen Situation, doch wenn wir diese nicht bewusst erleben, handeln wir wie mit geführter Hand. Wir werden also wie unbewusst gesteuert von dem inneren Antreiber. Diese sind also sehr oft Ursache für den Stress und Druck in uns selbst. Das kennst du bestimmt, wenn du plötzlich erkennst, dass der ganze Stress den du fühlst, hausgemacht ist. In solchen Momenten erschweren wir uns das lösungsorientierte Denken, und ganz schnell kommt es zu Missverständnissen und Konflikten mit dem Umfeld. Manchmal stellen wir sogar unpassenden Anforderungen und Erwartungen an Andere, die jetzt gerade unserem eigenen Antreiber entspringen.


Ich kann hierzu tausende Beispiele erzählen, da ich Meister darin war und noch immer bin, mich selber unter Druck zu setzen. Vor rund 1-2 Jahren war für mich ein ganz klarer Anspruch an mich selbst, dass ich innert 24 Stunden die E-Mails der Kunden beantwortet habe, idealerweise natürlich schon mit der geschriebenen Offerte. Und das fehlerfrei, freundlich, aufmerksam und zügig. Das war für mich guter Kundenservice. Damit habe ich mir selber eine Aufgabe erteilt, die fast nicht zu schaffen war. Besonders mit den vielen Events die wir damals hatten. Irgendwann habe ich dann verstanden, dass dieser Anspruch ausschliesslich von mir kommt, nicht von Aussen. Somit war ich auch wieder die einzige, die diesen Anspruch ändern konnte.


Und dabei half mir, die eigenen Ziele und Motivationen, von denen ich geleitet werde, zu durchschauen. Und das ist genau, was wir heute tun wollen.


Innere Antreiber im Arbeitsalltag

Doch nicht nur in der Erziehung der Kinder sind diese Antreiber relevant, wir treffen sie auch im Arbeitsalltag. Gerade unter Druck – etwa in Phasen großer Herausforderung – zeigen sie sich von ihrer stärksten Seite. Stell dir mal folgende Arbeitssituation vor:

Die Chefin ist primär durch „Sei perfekt!“ getrieben. Für sie ist fehlerfreies Arbeiten um jeden Preis wichtig. Der Mitarbeiter dagegen ist mit einem „Beeil Dich“ Antreiber ausgestattet. In seiner Welt ist Schnelligkeit die entscheidende Qualität. Wenn beide in stressigen Zeiten besonders deutlich ihrem primären Muster folgen, dann sind Konflikte vorprogrammiert. Während die Führung schwer mit den aus der Eile heraus geborenen Fehlern zurechtkommen kann, gerät der Mitarbeiter in die Überforderung, da er zugleich schnell sein will und korrekt sein soll. Mitarbeiter mit einem „Mach’s allen recht“ Antreibern z.B. vermeiden Konflikte und suchen ständig nach Lösungen, die allen passt. Auch dies endet in der Überforderung oder aber darin, dass sich der ganze Frust in einer Explosion löst. Eine leichte Lösung des Konflikts scheint dann nicht mehr möglich.

Das Konzept der inneren Antreiber beschreibt also ein übertriebenes, gelegentlich auch unpassendes Ausleben verschiedenster Eigenschaften. Menschen unter Antreiber können nicht mehr wählen, ob sie beispielsweise etwas perfekt machen oder ob sie freundlich sein wollen. Sie werden von ihrem Antreiber dazu gezwungen. Ihnen zu folgen kann Zeit und Kraft kosten.


Wir schauen uns nachfolgend also die 5 Typen von möglichen Antreiber an. Diese Typen haben alle einen Titel, charakteristische Glaubenssätze, tendieren zu negativen Übertreibungen und haben natürlich auch positive Stärken. Diese Eigenschaften schauen wir uns an, und vielleicht kannst du versuchen, dich da mal hinein zu begeben. Wie sehr trifft jeder Antreiber auf dich zu? Vielleicht siehst du auch direkt ein Bild vor dir, wie dein Antreiber aussieht? Vielleicht kommt dir ein Name in den Sinn? Oder wie sieht dein innerer Antreiber aus? Vielleicht kommt dir auch ein Mensch oder eine Figur aus einem Film zu den Charakteristiken in den Sinn. Lass deiner Phantasie freien Lauf und nimm was sich zeigt:



1 – Sei perfekt

Motto: Sei genau und fehlerlos Charakteristische Glaubenssätze

  • Ich bin noch nicht gut genug

  • Es gibt immer etwas besser zu machen

  • Mach bloß keine Fehler

  • Ich muss stets noch besser werden

Stärken

  • Strebt nach Perfektion

  • Will stets 180% geben

  • Arbeitet sorgfältig präzise

  • Ist stets dabei, sich weiter zu verbessern

  • geht in die Tiefe

  • kümmert sich ums Detail

  • liefert hohe Qualität

  • bringt viel Geduld auf

  • beleuchtet Aufgaben von vielen Seiten

  • sehr genaue Planung

  • erfüllt die Erwartungen

  • setzt hohe Standards

Negative Übertreibungen

  • Nimmt Vorschläge persönlich

  • Kann schlecht mit Kritik und Fehlern umgehen

  • Fühlt sich nie gut genug

  • Kann die 5 nicht gerade sein lassen


So, da wir nun die Charakteristik kennen, haben wir gemeinsam versucht herauszufinden, auf einer Skala von 1-10, wie stark diese Motivation bei meinem inneren Antreiber ist. Am besten holst du dir ein Blatt Papier oder machst dir Notizen auf deinem Handy. Der erste Antreiber «sei perfekt», mit seinem Drang alles richtig zu machen, fehlerfrei und genau zu arbeiten und sehr hohe Standards zu haben. Wie hoch schätzt du dich da selber ein auf einer Skala von 1-10? Wie sieht das bei dir aus? Einfach eine Zahl aufschreiben, intuitiv ohne grosse Überlegungen.


Bei mir zeigt sich der Sei perfekt Antreiber oft auf Caterings. Ich möchte alles perfekt machen und bin am kritischsten mit mir selbst. Bei der Reflexion des Events fiel mir oft auf, dass es zwar schön ist, wenn der Kunde überglücklich ist mit dem erfolgreichen Event, ich jedoch immer kleine Fehler finde. Meine eigene Zufriedenheit zeigte sich also erst, wenn ich auch mit meiner eigenen Leistung komplett einverstanden bin. Dies habe ich lange nicht begriffen und ging oft frustriert von der Arbeit nach Hause. Bis ich erkannt habe, welches Spiel hier läuft. Eben das nie gut genug sein, egal was ich mache, raubt auch unglaublich viel Energie. Und erst mit dem bewussten Gegenspieler, dem Erlauber, den wir später noch kennen lernen, gelang es mir dieses Muster zu durchbrechen. Was für eine wertvolle Erkenntnis.


2 – Sei beliebt!

Motto: Sei Freundlich und liebeswürdig

  • Ich will es allen recht machen

  • Ich will akzeptiert werden und vermeide Konflikte

  • Meine eigenen Interessen sind nicht so wichtig

  • Nein sagen fällt mir schwer

  • Akzeptiert zu werden ist wichtiger als eigene Interessen durchzusetzen

  • Positive Bestätigung und Harmonie sind mir sehr wichtig

  • Sei lieb und freundlich. Bloß kein Streit

Stärke

  • Nimmt sich selbst nicht so wichtig

  • Besitzt hohe Empathie

  • Ist hilfsbereit

  • Ist sehr zugewandt

  • Hohe soziale Kompetenz

  • Kümmert sich um die emotionalen Belange

  • Teamfähig

  • Kompromissbereit

  • Hilfsbereit und integrierend

Negative Übertreibungen

  • Sagt nicht Nein

  • Findet oder vertritt keinen eigenen Standpunkt

  • Geht Konflikten aus dem Weg

  • Vernachlässigt eigene Bedürfnisse

Auf einer Skala von 1-10 wie hoch ist dieser Antreiber bei dir?


Auch diesen kenne ich nur zu gut. Viele Jahre habe ich mir nämlich die Last des immer Ja-Sagens aufgeladen. Auch wenn ich komplett ausgelastet war, hatte ich einfach solche Angst, nein zu sagen, zu Fragen der anderen, aus Angst, nicht mehr geliebt zu werden.


3 – Sei stark!

Motto: Sei Stark und unabhängig Charakteristische Glaubenssätze

  • Ich komme alleine zurecht

  • Ich beisse die Zähne zusammen und zeige keine Gefühle

  • Ich bewahre Haltung und lasse keine Schwäche zu

  • Ich bin auf das Schlimmste gefasst. Mich erschüttert nichts so leicht.

Stärke

  • Steht Dinge durch

  • Kann sich distanzieren/ dissoziieren

  • Selbstdisziplin

  • Bewahrt Ruhe in der Krise

  • Durchsetzungsstark

  • Konsequent

  • Bietet Sicherheit

  • Lässt sich nicht aus der Ruhe bringen

  • Bewahrt den Überblick

  • Lösungsorientiert

Negative Übertreibungen

  • Fragt nicht um Hilfe

  • Ist von den Gefühlen abgeschnitten

  • Macht Dinge mit sich selbst aus

  • Verfällt in eine pessimistische Weltsicht

Auf einer Skala von 1-10 wie hoch ist dieser Antreiber bei dir?


Ein Antreiber den ich aus meiner Teenagerzeit gut kenne. Ich hatte das Gefühl, ich darf keine Schwäche zeigen, eben immer stark sein, keine Gefühle zeigen. Dahinter stand immer die Angst, wenn ich mich verletzlich oder feinfühlig zeige, werde ich verletzt oder ausgelacht. Du wirst auch hierzu den Erlauber kennen lernen, mit welchem du den Antreiber etwas drosseln kannst.


4 – Streng dich an!

Motto: Sei Gründlich und durchhaltend

Charakteristische Glaubenssätze

  • Ich muss es schaffen und Probleme überwinden

  • Erfolge muss man hart erarbeiten, dass sie etwas wert sind. Gib alles

  • Reiß dich zusammen. Das kannst du noch besser

  • Wer nie aufgibt, erreicht alles. Das muss ich schaffen

  • Ich schaffe es auch ohne Hilfe!

Stärke

  • Setzt sich ein

  • Hat Durchhaltevermögen

  • Setzt Dinge engagiert um

  • Übernimmt Verantwortung

  • Vielseitig

  • gibt bei Problemen nicht auf

  • hohe Disziplin

  • hohe Ausdauer

  • kann in mehreren Projekten gleichzeitig tätig sein

  • zieht die Aufgabe durch

Negative Übertreibungen

  • Schätzt den Erfolg, der zufliegt, nicht hoch

  • Ist nie zufrieden mit dem Erreichten

  • Schließt Dinge nicht ab

  • Verzettelt sich

Auf einer Skala von 1-10 wie hoch ist dieser Antreiber bei dir?


Einer meiner stärksten Anteile, ist der Streng dich an Treiber. Du kannst das noch besser oder eben hart für Erfolg arbeiten, sind Konzepte die ich sehr gut kenne.


5 – Sei schnell!

Motto: Sei Schnell und nutze die Chancen

  • Ich bin ständig in Bewegung und beschäftigt

  • Ich will keine Zeit verschwenden.

  • Ich mache gern mehrere Dinge gleichzeitig.

  • Ich fühle mich als Motor, der Dinge voranbringt.

Stärke

  • Erledigt vieles in kurzer Zeit.

  • Hat ein gutes Gefühl für Zeit.

  • Bringt Dinge voran.

  • Arbeitet zügig.

  • Bewältigt enormes Arbeitspensum in kurzer Zeit

  • bringt Dynamik in jede Gruppe

  • hat den Überblick, verliert sich nicht in Details

  • flexibel und offen für Neues

  • delegiert gerne

Negative Übertreibungen

  • Kann schlecht mit gutem Gefühl abschalten und nichts tun.

  • Ist immer gehetzt.

  • Hat wenig Geduld.

  • Macht in der Eile Flüchtigkeitsfehler.

Auf einer Skala von 1-10 wie hoch ist dieser Antreiber bei dir?


Und der König meiner Anteile ist der Sei Schnell Treiber. Alles muss schnell gehen, nur wer effizient ist, hat Erfolg und Pause machen ist etwas für Schwächlinge. Der sturste und stärkste meiner Antreiber.


Und nun schau dir deine Ergebnisse an, welches sind deine stärksten Antreiber? Was sagt dir diese Erkenntnis?


Antreiber anerkennen

Sehr wichtig finde ich, zu erkennen, dass der innere Antreiber uns dazu gebracht hat, wo wir heute stehen. Es hat einen Grund dass es ihn gibt. Und es ist so wichtig, dass wir ihn nicht verteufeln, sondern eben erkennen, dass er ganz viele Stärken mitbringt. Dass wir ihn auch zum Schutz unserer Selbst kreiert haben. Nämlich damals als Kind. Wir haben diese Verhaltensmuster ja nur kreiert, weil wir geliebt werden wollten. Wir wollten die Erwartungen unseres Umfeldes entsprechen, damit wir Zuneigung und Liebe erfahren. Eigentlich ganz simpel. Dafür haben wir Strategien, oder eben diesen inneren Antreiber entwickelt.

Doch was nun?


Das Gegenstück: Der innere Erlauber

Erst wenn wir uns bewusst werden, welche Stimmen da in uns aktiv werden, können wir uns auch entscheiden, uns von ihnen zu distanzieren. Das Gegenstück des inneren Antreibers wird innerer Erlauber genannt. Auch diesen habe ich mir bildlich vorgestellt und ihn neben den Antreiber an den Tisch gesetzt. Bei mir ist das eher ein undefinierbares Wesen, es ist die Ruhe selbst, Augen voller Ruhe und Liebe, friedlich und erhaben aber ganz bedacht und ruhig in seinen Bewegungen. Nachfolgend entdecken wir also, wie wir gemeinsam mit dem inneren Erlauber dem inneren Antreiber etwas entgegen zu wirken. So dass wir zukünftig entscheiden können, in welcher der beiden Energien wir handeln möchten.


Der innere Erlauber zum Antreiber «Sei perfekt»

  • Das Streben nach Vollkommenheit als Stärke anerkennen

  • Ich übe mich in eigener Zuwendung sowie der Akzeptanz von Zuwendung von Aussen

  • Setze realistische Standards für die Genauigkeit. Häufig reicht auch 80% des Ergebnisses, idealerweise erreichen wir das mit 20% Aufwand (Pareto Prinzip kennen lernen)

  • Sich selber erlauben Mensch zu sein

  • Kindlichen Spass erlauben und lernen über sich selber zu lachen

  • Gelassen mit Fehler und Defiziten umgehen und sie als Chance zum Lernen sehen


Der innere Erlauber zum Antreiber «Sei beliebt»

  • Bewusst „Ja“ zu dem sagen, was für mich wichtig ist

  • Für Klarheit meiner Ziele und Werte sorgen

  • Üben „Nein“ zu anderen zu sagen

  • Teste dies einmal aus, was passiert eigentlich, wenn ich Nein sage? Wie reagiert das Gegenüber?

  • Klar Kritik zu geben

  • Erholung in der Natur

  • Liebevoll mit sich selber sein

  • Anfangen, anderen mehr Fragen zu stellen, was sie wirklich wollen

  • Andere mitdenken lassen

  • Und mein Tipp obendrauf: Loslassen vom Glauben, anderen gefallen zu müssen, respektive loslassen davon, dass wir meinen, andere mögen uns nur wenn wir überall ja sagen und alles für andere erledigen.


Der innere Erlauber zum Antreiber «Sei stark»

  • Andere Menschen um Hilfe fragen

  • (Bauch-) Empfindungen und Gefühle anerkennen und sich von diesen bewegen und leiten lassen

  • Darüber Reden

  • Suche dir eine Arbeit, die dir leicht fällt

  • Dem Umfang meiner Arbeit feste Grenzen setzen

  • Richte dir eine Freizeit-Aktivität ein, die dir (kindische) Freude bereitet.


Der innere Erlauber zum Antreiber «Streng dich an»

  • Übe dich darin, spielerisch leicht Erfolge zu erzielen und feiere diese

  • Hör auf, (zu viele) Dinge freiwillig zu tun

  • Setze Prioritäten

  • Mache Pläne, die den guten Abschluss einer Aufgabe beinhalten

  • Mach dir deine Aufgaben leicht und nimm dir Menschen dazu, mit denen es leicht zu erreichen ist

  • Karin’s Tipp obendrauf: Versuche immer herauszufinden, wie kann ich es mir so einfach wie möglich machen


Der innere Erlauber zum Antreiber «Beeil dich»

  • Planen deine Arbeit in Etappen, lege dir Zeitpunkte mit Etappenzielen fest.

  • Es muss nicht alles sofort erledigt werden.

  • Lernen Sie Entspannungstechniken und üben Sie Rhythmuswechsel und Entschleunigen. Entdecken Sie die Qualität der Langsamkeit und der Pause. Entwickeln Sie Ruhe, Gelassenheit, Sorgfalt.

  • Achten Sie auf Ihre (Sitz-) Haltung und Ihre Atmung. Acht- und Langsamkeit ermöglichen, sich seines Denkens und Fühlens inkl. Körperempfindungen bewusst zu werden im Hier und Jetzt. Erst im entspannten Zustand, im Erfahren mit allen Sinnen wird tiefes Lernen möglich.

  • Achten Sie auf das Tempo der anderen. Konzentrieren Sie sich darauf, anderen sorgfältig zuzuhören und sie ausreden zu lassen.

Fazit

In meinem Kopf habe ich nun also die beiden Anteile, der Antreiber und der Erlauber nebeneinander gesetzt. Sie sitzen also am selben Tisch und haben sich nun gegenseitig kennen gelernt. Wir kennen die Stärken und Schwächen der beiden und so habe ich sie gefragt, ob sie denn auch zur Kooperation bereit sind. Auch hier höre ich wieder ganz stark auf meine Intuition, auf mein Gefühl, und stelle für einen Moment meinen Verstand ab, der dies vielleicht abwerten oder belächeln will. Ich erhalte von beiden Parteien ein Ja und so beschliessen wir, dass wir und zukünftig absprechen, so dass wir die jeweiligen Stärken der beiden nutzen können, sie sich aber immer wieder die Balance halten dürfen.


Quellen

Die 5 inneren Antreiber erkennen und Stress verringern | Psychologie im Alltag nutzen (zhaw.ch)

Lerneinheit Innere Antreiber - Von frühen Prägungen (krankenhausberater.de)

Innere Antreiber: 3 Tipps, wie Sie Ihre inneren Antreiber für sich nutzen (weka.ch)

Paretoprinzip – Wikipedia

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