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  • Karin

#21 Läbsch Du Dis vollschte Potenzial?

Aktualisiert: 12. Juni 2021



Ich nehme euch mit auf eine Reise, eine Reise zu unserem vollsten Potenzial. Lebst du dein vollstes Potenzial? Ich schaue mir immer wieder den wunderschön blühenden Kirschblütenbaum an, der vor meinem Schlafzimmer steht, und frage mich, wie wir Menschen denn eigentlich dazu kommen, unser vollstes Potenzial zu leben? Was ist denn überhaupt Potenzial?


Definition

Das Wort „Potenzia“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet «das Vermögen, die Kraft». Potenzial bezieht sich auf das Leistungsniveau, welches zum Beispiel ein Mitarbeiter aufgrund seiner grundlegenden Fähigkeiten zukünftig oder bei anderen Aufgaben einnehmen kann. Gleichzeitig ist Potenzial eine – individuell verschieden – ausgeprägte Fähigkeit, das jeweilige Leistungsniveau weiterentwickeln zu können.


Was meint Google?

Nun, wenn ich Google frage zum Thema Potenzial, finde ich Allerlei verschiedenes.


„Nur wer sein wahres Talent kennt, kann sein volles Potenzial leben“.

Stellt sich die Frage, weiss ich denn überhaupt wo meine Stärken und Talente liegen? Während meiner Recherche zu diesem Podcast kommt mir in den Sinn, dass ich früher immer geglaubt habe, dass ich ohne Talent auf die Welt gekommen bin. Dass es nichts gibt, was ich wirklich richtig gut kann. Damit habe ich mich abgefunden. Doch ist das wirklich so? Haben wir nicht Alle etwas mit auf den Weg geschenkt bekommen? Ich glaube wir Alle haben etwas, was wir mit der Welt teilen dürfen. Ein Talent, eine Eigenschaft, eine Geschichte, irgendetwas woran sich die Welt erfreuen könnte.


Weiter auf Google finde ich den Fakt, dass wir nur 10% unseres Gehirnes nutzen. Wie sich herausstellt ist das ein Mythos, zum Glück. Jeder Mensch mit einem gesunden Hirn nutzt dieses zu 100%. Einstein meinte vielleicht damit eben auch, dass wir nicht unser vollstes Potenzial leben.


Bald lande ich auf Google beim Thema Berufung. Hinter diesem Begriff steht eine Ideologie. Zur Berufung wird eine Tätigkeit erst dann, wenn man sich damit identifizieren kann, wenn man sie gerne macht und wenn sie einen erfüllt. Ich weiss noch, mein Naturheilpraktiker, welcher mich so viele Jahre begleitet hat, hat immer gesagt: Wenn Du eine Arbeit machst, die dich erfüllt, dann brauchst du keine Ferien. Danach habe ich immer gesucht. Und erst mit dem Coaching habe ich begonnen zu verstehen, was er meint. Das macht mir so grosse Freude und erfüllt mich sehr. Und das glaube ich tatsächlich, dass wenn wir unsere Arbeit lieben oder eben unsere Berufung gefunden haben, haben wir die Chance auf herausragende Ergebnisse.


Hauptdarsteller im eigenen Leben sein

Vor vielen Jahren hat mich Jemand vor Jahren gefragt, ob ich denn auch der Hauptdarsteller in meinem Leben sei? Erst verstand ich gar nicht was gemeint war. Doch dann wurde mir klar, dass ich tatsächlich mich selber hinten angestellt habe. Erst die Arbeit, das eigene Geschäft, mein Mann, die Familie, die Freunde. Und irgendwann ich. Erst mit den Jahren habe ich verstanden, dass ich Niemandem geben kann, wenn ich nicht selber erst einmal auftanke. Dass der leere Speicher in mir, Niemandem etwas bringt. Und ich glaube dass es vielen so geht, dass viele in ihrem eigenen Leben eine Nebenrolle spielen und es nicht richtig merken. Das ist auch etwas vom Ersten was wir lernen im Coaching, dass die eigene Psychohygiene erst gewährleistet sein soll. Dass wir erst schauen müssen, dass es uns gut geht, erst dann sich um die anderen kümmern. Wie im Flugzeug bei den Instruktionen vor Abflug, erst die eigene Maske anziehen, dann den anderen helfen.

Doch wem geben wir denn die Hauptrolle? Unserem Job? Das ist doch eigentlich verrückt. Dafür sind wir doch nicht da, auf dieser Welt, oder? Also vielleicht macht es Sinn, dass wir einmal hinter den Vorhang auf der Bühne schauen, und uns selber nach vorne holen, auf die Bühne meines Lebens.


Das eigene Licht scheinen lassen

Im Modul „Wertschätzung und Geringschätzung“ in der gewaltfreien Kommunikation durfte ich zum ersten Mal mein inneres Licht entfesseln. Denn bis dahin war diesem wie ein Tuch oder eine Art Filter darüber gelegt, so dass es ja nicht gesehen wird. Das war schon einmal ein schönes Erlebnis, doch ich glaube, das war noch nicht alles. Manchmal zeigt sich in mir eine Stimme, ganz leise, die mir sagt, dass ich noch so viel mehr könnte, als ich jetzt tue. Dass ich eben noch so viel mehr Potenzial hätte. Kennst du dieses Gefühl? Hast du auch schon einmal gedacht, dass es da auf dieser Welt doch noch mehr gibt als das was gerade ist?

Bei mir ist das eher so, dass ich selber grosse Angst habe vor meiner wahren Grösse. Die Angst vor meinem Licht, die Angst vor meinem vollsten Potenzial. Klingt komisch, nicht wahr? Bestimmt hast du so etwas noch nicht oft gehört.

Ich habe Angst vor meiner vollen Grösse. Und wir wissen, dass Angst immer mangelndes Vertrauen oder sogar Urvertrauen ist. Woran fehlt es denn hier also tatsächlich? Ist es das Vertrauen in mich selbst? Oder braucht es einfach eine Erlaubnis an mich selbst? Dass ich mir erlaube, dass ich meine wahre Grösse leben und zeigen darf?

Ziemlich sicher bin ich nicht die einzige die sich so fühlt, schon Nelson Mandela hat wunderschöne Worte dafür gefunden:

"Unsere tiefste Angst ist es nicht, ungenügend zu sein. Unsere tiefste Angst ist es, dass wir über alle Maßen kraftvoll sind. Es ist unser Licht, nicht unsere Dunkelheit, das wir am meisten fürchten. Wir fragen uns, wer bin ich denn, um von mir zu glauben, dass ich brillant, großartig, begabt und einzigartig bin? Aber genau darum geht es, warum solltest Du es nicht sein? Du bist ein Kind Gottes. Dich klein zu machen nützt der Welt nicht. Es zeugt nicht von Erleuchtung, dich zurückzunehmen, nur damit sich andere Menschen um dich herum nicht verunsichert fühlen. Wir alle sind aufgefordert, wie die Kinder zu strahlen. Wir wurden geboren, um die Herrlichkeit Gottes, die in uns liegt, auf die Welt zu bringen. Sie ist nicht in einigen von uns, sie ist in jedem. Und indem wir unser eigenes Licht scheinen lassen, geben wir anderen Menschen unbewusst die Erlaubnis, das Gleiche zu tun. Wenn wir von unserer eigenen Angst befreit sind, befreit unser Dasein automatisch die anderen."

Wunderschön nicht wahr?


Jonas Komplex

Abraham Maslow hat den Jonas Komplex definiert, also die menschliche Tendenz, auf Herausforderungen erst einmal mit Zurückhaltung zu reagieren. Es werden zuerst vor allem die Risiken, Gefahren und Anstrengungen gesehen, die die Herausforderung mit sich bringt. Das verhindert allzu häufig, dass wir die Herausforderungen und damit auch deren Chancen annehmen. Der Jonas komplex resultiert offenbar aus einem Glaubenssatz, der für die eigene Entwicklung wie eine Handbremse wirkt. Wird sie gelöst, ist die Kraftentfaltung besser und Großes möglich. Der Jonas Komplex ist also die Angst vor Erfolg bzw. die Angst, die beste Version von sich selbst zu werden. Das verhindert die Verwirklichung des eigenen Potenzials und die Nutzung der eigenen Talente.


Ja der Vorteil, wenn wir diesen Komplex mit uns tragen ist natürlich, dass wir keine Risiken eingehen, wir keinen Neid erzeugen, die Bodenhaftung nicht verlieren und bescheiden wirken. Doch die Nachteile zeigen sich dann darin, dass wir eben auch nicht wachsen, uns nicht weiterentwickeln, Selbstsabotage betreiben und unser Potenzial nicht leben. Wer den Jonas Komplex hat, wird nicht der werden, der er oder sie eigentlich werden könnte. Unglückliche Glaubenssätze und Erziehungsmuster halten den Betroffenen zurück.

Ja Abraham Maslow beobachtete auch, dass Menschen das Beste an sich ebenso fürchten wie das Schlechteste. Diese Furcht vor der eigenen Größe haben viele auch deshalb, weil sie nicht unbescheiden gelten möchten. Es sind Glaubenssätze, die wie Handbremsen wirken. Werden sie gelöst, ist vieles möglich.


Fazit

Also ich glaube, dass wenn uns immer wieder diese Stimme findet, die sagt, dass es eben noch so viel mehr gibt, na dann gilt es das doch herauszufinden. Denn wir haben ja gelernt, dass wir unserer Intuition vertrauen dürfen. Und ich möchte ja nicht sterben mit dem Wissen, dass es eventuell hätte sein können, dass da noch mehr möglich gewesen wäre, eventuell, vielleicht. Und so entscheide ich hier und jetzt, dass ich mich auf die Suche nach meinem Potenzial mache. Öffnen wir also die Augen, gehen bewusst durch unseren Alltag und suchen die Lücken, suchen die Momente wo noch mehr möglich wäre, suchen die versteckten Potenziale, suchen die eigenen Talente, suchen die blockierenden Glaubenssätze und finden damit unser eigenes Potenzial, damit wir dieses vollumfänglich leben können. Kommst du mit?

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